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BHQ BLOG: DEMO RICHTIG SENDEN

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17.Nov.2020

Wie sende ich einen Demo Song richtig zu einem Label? 

1. Die Produktion fertig stellen


Als erstes, achtest du auf die Qualität deiner Demo. Ist alles sauber abgemischt, alles im Takt, und harmoniert dein Song mit deiner Bassline? Dann kann´s losgehen!


Was allerdings wichtig ist, der Song sollte, sowohl dir als auch dem Label, dass deine Demo veröffentlichen will, gefallen. Immerhin solltest du dich damit identifizieren können und das Label möchte natürlich auch einen gewissen Standard liefern.


Als Musikproduzent hast du dir bestimmt schon ein gutes Gehör und Gespür für einen harmonischen Klang und einem sauberen Mix antrainiert.

Falls nicht, solltest du noch weiter üben, an weiter arbeiten und dir, wenn möglich, Feedback von erfahrenen Produzenten einholen, oder einen Ghostproduzenten beauftragen der dir die Nummer fertigstellt.


Wir arbeiten mit unseren Produzenten übrigens für unsere Künstler immer mal gern an einer Demo mit viel Potenzial. Achte aber trotzdem darauf, dass die Qualität stimmt, wenn du uns eine Demo schickst. Denn wenn wir etwas bearbeiten, sind es meist nur Kleinigkeiten um dem Song noch etwas mehr Glanz zu verleihen.



2. Passende/s Recordlabel/s finden


Bevor du deine Demo versenden möchtest, ordne deinen Song richtig ein. Überprüfe, dass das Genre zu dem gewünschten Label passt.


Wähle dir nun max. 10 Labels aus, die dem Genre und dem Style entsprechen.

Schreib sie dir auf einen Zettel und überlege was du zu deinem Song schreiben willst. Dabei reichen schon etwa 2 bis 4 Sätze.


Tipp:


Achte immer bei der Wahl der Labels,

wie ist z.B. die Qualität der veröffentlichten Songs unter dem Label?


Klingen die Songs meistens nicht gut produziert, kannst du davon ausgehen, dass das Label nicht viel Wert auf deinen Song legt, sondern einfach mit der Masse an Demos schwimmt und einfach alles was so einigermaßen gut klingt, veröffentlicht.


Hier lieber auf diese Labels verzichten und nach Alternativen suchen.


Überprüfe auch die Statistiken und Follower bei allen Labels, auch bei denen die noch so groß wirken möchten, sind die Follower wirklich echt? Viele Labels kaufen Follower um größer zu wirken und um somit mehr Demos zu bekommen.

Sowas bringt dem Künstler aber nichts. Denn genauso echt wie die Follower auf den Sozialen Medien sind, wird zu 90% auch die Promotion von deinem Song ausfallen - und zwar garnicht oder zumindest nicht organisch. Sowas bringt dich nicht weiter!


Lieber ein Label mit weniger Follower wählen, aber dafür mit echten.

Soziale Medien - wie Instagram, Twitter und Facebook, sind nicht die einzigste Möglichkeit für Werbung für deinem Song. Gute Labels arbeiten im Hintergrund mit sehr vielen Kontakten, Partnern und Netzwerken die deinen Song weiterbringen und stecken in  ihr eigenes Instagram Profil weniger Arbeit rein, um sich auf wichtigeres zu konzentrieren.


Wir arbeiten da z.B. mit Influencern & Blogs zusammen, und konzentrieren uns mit unserem Team auf das Marketing der nächsten Veröffentlichungen. Das ist eine unserer vielen Promotion Möglichkeiten die wir bei unseren Songs einsetzen. 



3. Richtig vorbereiten


Ist dein Presskit richtig und aktuell, komplett und ordentlich aufgesetzt? Nein, dann wird es Zeit!

Wie ein vollständiges Presskit richtig aufgebaut sein sollte findest du demnächst in einem folgenden Blogbeitrag. 


Lade auf eine Cloud (z.B. Dropbox oder Google Drive) in zwei Ordnern jeweils deine Songs hoch. In einem Ordner die 320kbps MP3 files, im anderen Ordner, der/die Song/s in 24-bit WAV. 

Falls du möchtest kannst du noch Stems vorbereiten. Oftmals bietet das Label noch kostenlos an, deinen Song für dich von den professionellen Produzenten abzumischen. 



4. Demo richtig versenden


Stell dich dem Label kurz in einer Mail vor, und sende Ihnen deine Demo mit einem Download Link (über z.B. Google Drive oder Dropbox). 


Pack deine Beschreibung zu deinem Demo-Song gerne mit dazu.


Welche weiteren Angaben du unbedingt mit in die Mail packen solltest, siehst du bei unserem Demo Formular


Wichtig: Voreilig Demos absenden bringt dich nur schlimmstenfalls auf eine Blacklist für zukünftige Demos, also sei dir wirklich sicher, dass deine Demo wirklich top ist.

Vermeide außerdem andere Labels im CC zu erwähnen. Sende lieber jedem Label eine eigene Nachricht, in der man erkennen kann, dass du dass nicht einfach Copy & Paste an weitere 100 Labels gesendet hast. Vermeide auch Soundcloud-Links bei Demos zu senden. Denn meistens funktionieren diese nicht und das A&R Team nimmt sich nicht die Zeit, dir bescheid zu geben.



5. Abwarten, Tee trinken


Labels bekommen täglich ziemlich viele Demos - vor allem die großen Mayor´s. Darum kann nicht alles sofort angehört werden. Hier picken meist die A&R´s vom Label erstmal die Demos die sie selbst mögen raus und besprechen bei einem wöchentlichen Meeting gemeinsam mit den anderen vom Team, welche Demos zum Label passen. 

Wenn du ein persönliches Feedback bekommst, aber deine Demo nicht angenommen wird, sei nicht traurig, es kann auch bedeuten, dass deine nächste Demo besser passt. 


Durch die große Menge an Demos, die ein Label ständig bekommt, ist es kaum möglich jedem, der Einsender persönlich mit einem Feedback zu antworten. Deshalb schätze dich glücklich, mit dem Feedback, bedanke dich und sende beim nächsten mal etwas neues, aber mit erkennbarer Verbesserung. Hier sind die Chancen höher einen Release-Deal zu bekommen.


Warte etwa 1 - 4 Wochen ab. Wenn keine Antworten kommen, nimm dir Punkt 1 nochmal zu Herzen, und fang von vorn an.



6. Die Zusage


Wenn dir ein Label zusagt wo du dich "beworben" hast, frag nach, wie es denn mit der Promotion aussieht, das kommt immer positiv und verrät dir, wie das Label arbeitet. Hier kannst du dann schon rauslesen, wie sehr das Label sich damit beschäftigt und wie weit sie sich dabei auskennen.

Lege dir schon vor dem versenden des Songs ein Budget für die Promotion bereit. Ganz ohne Einsatz von Geld, wird es schwierig werden, außer du hast schon eine starke Fangruppe oder einen bereits aufgebauten Algorithmus auf z.B. Spotify.